23-04-2010
Der Wert der Milchstandardisierung
Fonterra, der weltweit führende Exporteur von Milchprodukten, setzt die Milchstandardisierung ein, um trotz ständiger Variationen in seinen Milchlieferungen in allen seinen Betrieben konsistente Endprodukte herzustellen.
Die Standardisierung erfolgt in der Regel frühzeitig im Prozess, wenn die Milch von den Silos zur Milchbehandlung weitergeleitet wird. So entsteht ein standardisierter Milchfluss zu den nachgeschalteten Käsefertigern oder Trocknungseinheiten, je nachdem, worin der Prozess besteht. Je nach Verfahren und Produktionsvolumen werden verschiedene Analysensysteme eingesetzt.
Große Milchpulveranlagen haben ProcesScan™ Systemlösung im Einsatz zur automatischen Messung und Einstellung der Zusammensetzung der ankommenden Milch, zum Beispiel durch Einstellung des Sahneanteils in der Milch, die dem Prozess zugeführt wird. ProcesScan ist eine auf Infrarot-Technologiebasierende Systemlösung, die für große Produktionsmengen bestimmt ist. Hier erzielen die Systeme dank höherer Erträge, Produktkonsistenz und reduzierter Kosten im Gegensatz zu manuellen Probenennahmen beachtliche Gewinne. In den meisten Pulveranlagen und einigen Käseanlagen hat Fonterra mehr als 30 Geräte installiert.
Des Weiteren werden kleinere Laborgeräte zur Messung an anderen Kontrollstellen eingesetzt, zum Beispiel am Ausgang des Trockners, wo Bediener den Trocknungsprozess hinsichtlich Wassergehalt prüfen können.
Tristan Hunter, Leiter des Advanced Process Control Teams des Unternehmens, arbeitet seit über sechs Jahren mit dem Standardisierungskonzept bei Fonterra und kennt die beiden Hauptgründe, warum dem Unternehmen dies so wichtig ist. “Erstens können wir während der Produktion die Zusammensetzung so abändern, dass wir ein überaus standardisiertes Produkt mit den richtigen Eigenschaften und Funktionen für unsere Kunden erhalten”, sagt er. “Und zweitens wirkt sich diese gute Produktkontrolle positiv auf den Ertrag aus.”
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