28-10-2009

Prozesskontrolle auf der Überholspur

Eine progressive Produktionsstätte für Käse, die von Arla in Südschweden betrieben wird, realisiert riesige Einsparungen bei der der Prozesseffizienz durch kontinuierliche Einstellungen am zugeführten Milchstrom.

Scheinbar geringfügige, regelmäßig vorgenommene Einstellungen machen im Laufe der Zeit viel aus für die Anlage, in der jährlich rund 17.000 Tonnen hochwertige Käse produziert werden. Ein System namens ProcesScan™ FT von FOSS misst automatisch Protein, Fett und Laktose der gesamten Milch, die in die Käseformen geleitet wird, und reguliert den Fluss, einerseits aufgrund der sich ständig ändernden Beschaffenheit der Milch, andererseits aufgrund der vorprogrammierten Rezepte. Es wird gerade genug Milch verwendet, um die Richtwerte zu erzielen - nicht mehr und nicht weniger.

Circa 60.000 Liter Milch werden für jede Produktionscharge benötigt. Etwa alle zwei Minuten wird eine Messung vorgenommen, d.h. circa 120 Messungen für jede Charge. Anhand der Datenfülle kann sich das System selbst genau einstellen, um jedes Mal perfekten Käse herzustellen.

Seit der Installation des ProcesScan Systems wurden Rohmaterialkosten um 30 Öre pro Kilo bzw. SKK 5,1 Millionen im Jahr (ca. 458.000,00 €) gesenkt. Diese Einsparungen sind nicht auf das System allein zurückzuführen. Allein die große Anzahl an Messdaten macht einen großen Unterschied bei der engeren Kontrolle der Käseproduktion aus. Betriebsleiter Göran Bengtsson sagte: “Wenn es uns gelingt, Schwankungen zu verringern und näher an die Grenzwerte zu kommen, können wir aus der gleichen Menge Milch mehr Käse produzieren, und genau das machen wir jetzt.”