NIR-Systemlösungen von FOSS können Kalibrationen auf der Basis verschiedener mathematischer Prinzipien handhaben. Bei der Futtermittelanalyse variieren einige natürliche Probenarten stark, sowohl im Hinblick auf Ursprung als auch auf Zusammensetzung. Dies führt zu starken nicht-linearen Beziehungen zwischen dem spezifischen Parameter und den Spektren. In solchen Fällen sind ANN-Kalibrationen verfügbar. Sie stellen eine gute Lösung dar, weil im Mittelpunkt von ANN nicht-lineare Mathematik steht.
ANN kann zur Erstellung umfassender Kalibrationsmodelle für eine Vielzahl von Produkten genutzt werden. Die Genauigkeit wird dabei nicht beeinträchtigt. Für eine vorschriftsmäßige Funktionsweise erfordert die ANN-Technik eine große Anzahl von Proben, in der Regel über 1000. Dieser Umstand erklärt, warum ANN-Kalibrationen überaus robust und übertragbar und folglich im Laufe der Zeit sehr kostenwirksam sind. Andererseits schließt diese Voraussetzung dieNutzung von ANN für kleinere Datensätze aus. In diesen Situationen finden PLS-Kalibrationen von FOSS Anwendung.
Die PLS-Kalibration ist eine weitläufig etablierte Methode, die zur Entwicklung von Kalibrationen anstelle einer einzelnen Wellenlänge wie bei der herkömmlichen linearen Regression eine lineare Kombination von Wellenlängen nutzt. PLS ist die Lösung, wenn die Anzahl der Proben beschränkt ist, d.h. also für Systeme, in denen der fragliche Parameter in einem linearen Verhältnis zu den Spektren steht und in denen die Reichweite des Parameters beschränkt ist.